'Das innere Kind' - Arbeit mit inneren Anteilen

Wir erleben in unterschiedlichen Begegnungen und Situationen unseres Lebens immer wieder Momente, in denen wir von unseren Emotionen geradezu über­flutet werden und dann ganz automatisch reagieren. Diese Reaktionen sind objektiv von außen (und im Nachhinein von uns selber) betrachtet, oftmals überzogen und nicht wirklich erklärbar. Beispiele:

  • der cholerische Ausbruch des Kollegen, den man freundlich um seine Hilfe bittet
  • die eigene Angst vorm Verlassenwerden, wenn unsere Partner*in sich mit Freund*innen treffen möchte
  • das plötzlich auftretende Gefühl tiefer Hoffnungslosigkeit in einer Konfliktsituation mit unserer Partner*in
  • das Gefühl von Enge und Kontrolle in Beziehungen und die Angst vor Nähe
  • das starke Gefühl der Scham und Unterlegenheit vor anderen
  • starke Versagensgefühle, wenn etwas schief geht bzw. nicht zu 100% perfekt gelingt
  • extremer innerer Widerstand gegen Regeln von außen

Was passiert da? Solche heftigen Reaktionen deuten auf verletzte innere (kindliche) Anteile und belastende Glaubenssätze hin. Alte Erfahrungen werden in ähnlichen Situationen wieder getriggert, es fühlt sich so unangenehm und beängstigend an wie damals – als wir Kinder und in einer Abhängigkeit waren. Erst wenn wir diese Verletzungen kennen, können wir uns ihrer annehmen und mit Hilfe von anderen hilfreichen inneren Anteilen umsorgen und heilen lassen. Das macht uns freier im Denken, Fühlen und Reagieren – in der Gestaltung unseres Lebens.

Ich bin immer wieder begeistert, wie gut die Arbeit mit dem inneren Kind (bzw. den inneren Anteilen) – mit etwas Übung – für die Klient*innen umzusetzen ist und wie tief es wirkt!